Brieftauben

Brieftaubenzucht und -sport

Das erste Federvieh schaffte ich bereits im Jahre 1975 an; in diesem Jahr verschrieb ich mich dem Brieftaubensport und trat dem Braker Verein “Weserlust” bei. 1979 verschlug es mich aus beruflichen Gründen für längere Zeit in das 320 km entfernt gelegene Hann. Münden im äußersten Südzipfel Niedersachsen, und so musste ich diesen Sport wieder aufgeben.

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  Meine 07960-76-488 - 1978 schnellste RV-Taube auf Mannheim, siehe unten!

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Doch die Liebe zu den “Rennpferden des kleinen Mannes” blieb, und so war meine Freude natürlich groß, als mein ältester Sohn Tjalf im Jahre 1994, damals 12 Jahre alt, in meine Fußstapfen trat und den Brieftaubensport zunächst in dem Elsflether Brieftaubenverein “Die Brieftaube” aufnahm und später im Verein “Drielake”, Oldenburg, fortsetzte.

Tjalf

Mit 21 Jungtauben ging  Tjalf im August 1994 als allein reisender Jugendlicher an den Start und wurde in der damaligen RV Wesermarsch auf Anhieb 3. RV-Jungtiermeister.

Über das Video “Die Meulemans Story” wurde Tjalf auf den belgischen Großmeister Karel Meulemans aus Arendonk aufmerksam, und im Frühjahr nahm Tjalf all seinen Mut zusammen und schrieb ihm einen Brief, in welchem er vorsichtig anfragte, ob Karel Meulemans ihm einen Rat geben könne, wo Tjalf gute Meulemans-Tauben kaufen könne.

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Es war wohl der schönste Tag in Tjalfs noch so jungem Leben als Taubenzüchter, als er kurze Zeit später eine Antwort von Karel Meulemans im Briefkasten vorfand, in welchem er ihm einen jährigen Vogel und zwei Bruteier zu einem eher symbolischen Preis anbot.

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Der Besuch im Frühjahr 1995 ging damit zu Ende, dass Karel Meulemans Tjalf seinen legendären “Benjamin” in seine vor Aufregung zitternden Hände gab. Und weil eines der beiden Bruteier leider nicht befruchtet war, lud Karel Meulemans Tjalf für den September erneut ein, um sich ein “Ersatz-Ei” abzuholen.

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Dieses Mal wurde auf dem Weg nach Belgien ein Abstecher zu den Schalkwijks in Ijsselstein/NL gemacht, die auch in dem Meulemans-Video zu sehen waren, und dort kaufte Tjalf die bildschöne, rein Meulemans-gezogene Täubin “Viola NL 93-2273055, die, genau wie eines der Jungen, das er als Ei aus Arendonk geholt hatte, den für die Meulemans-Tauben so typischen rezessiven Rotfaktor verfügte, der von der Mutter des “Oude an den Bosch” herrührt, so dass beim Zusammentreffen gleicher Gene solche rezessiv-roten Jungen, auch Chocos genannt, aus diesen Tauben fallen. Nachzuchten dieser Ursprungstauben befinden sich auch heute noch unserem Schlag.

Viola

Eine weitere “Schicksalsstunde” im Dasein als Taubenzüchter schlug Tjalf auf der Verbandsausstellung 1996 in Dortmund, als der mehrfacher Deutsche Meister Herbert Wieden im Rahmen des dort stattgefundenen Jugend-Forums für Tjalf als allein reisenden Jugendlichen eine Patenschaft übernahm und ihm im gleichen Jahr noch vier Spätjunge und ein Jahr später insgesamt 20 Eier aus seinem Witwerschlag und damit aus seinen erfolg- reichsten Linien schenkte. Und so ließ dann auch der sportliche Erfolg nicht lange auf sich warten:

Wieden

Hein Mück

 

Die Krönung seiner züchterischen Laufbahn erlebte Tjalf sicher im Jahre 1998, als er in der Reisevereinigung Oldenburg  1. RV-Jugendmeister,   1. RV-Jugendjährigenmeister   und 1. RV-Jugendweibchenmeister wurde.

Im August 2007 ist Tjalf auf unseren Hof zurückgekehrt und ist gerade dabei, einen Teil des landwirtschaftlichen  Gebäude in Wohnraum für sich und seine Lebensgefährtin umzubauen. Er hat inzwischen nicht nur wieder die Versorgung der Brieftauben übernommen, zusammen mit seiner Svenja schaffte er sich zudem zwei junge Zwergziegen, 1 Buddellamm und Hybidhühner an. Auch hatten sie bereits im Jahr 2006 aus unserer Welsh Pony-Zucht ein Absatzfohlen gekauft und ziehen es seither heran, um es später gemeinsam zu reiten.

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